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LONDON und Südengland

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Jan
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Thomas
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Axel

London mit dem Wohnmobil? England zu Ostern? Ja!
Von C wie Campingplatz über R wie Reisepass zu U wie Umweltzone wir lassen kein Thema aus! Die Vorbereitung auf diesen Trip hat Axel herausgefordert.
Großbritannien gehört nicht mehr zur EU, daher brauchen alle EU-Bürger einen Reisepass, ohne EU-Pass braucht man oft ein Visum, daran merkt ihr schon, es braucht eine Vorbereitung, bevor es losgehen kann.
Ob sich der Trip gelohnt hat, ob es eine gute Idee ist den Campingplatz in London zu nutzen, all das besprechen Jan, Thomas und Axel in dieser Episode

London Sightseeing

Museen (kostenlos)
○ Tate
○ Tate Modern
○ Museum of London
○ Design Museum
○ Science Museum (Ticket erforderlich)
○ Natural History Museum (Ticket erforderlich)
○ National History Museum
– Ungewöhnlich/Tipps
○ Leak Tunnel, Graffiti
○ Covent Plaza, Straßenkünstler
○ Tube Baker Street, erste U-Bahn Station der Welt noch mit Dampfruß an der Decke
○ Uberboat von Greenwich
– Ausblicke
○ The Shard €
○ London Eye €
○ Tower Bridge €
○ Skygarden (vorbuchen ca. drei Wochen vor Monatsbeginn)
○ Garden at 120
○ Canary Wharf, Bahnstation
○ Tate Modern, Terrasse

Links

3 Kommentare

Georg

Ich kann alles, was Axel berichtet hatte, nur bestätigen bzw. empfehlen.

Es gibt nicht nur einen, sondern 3 Campingplätze innerhalb des Autobahnrings, wir haben 2 davon «getestet».
– Lee Valley Camping and Caravaning, Edmonton
Der Platz liegt recht abgeschieden, hat aber eine Bushaltestelle direkt vor der Tür, so dass man mit dem Bus, dann dem Overground und zuletzt mit einer U-Bahn je nach Ziel in +-1 Std an den Sehenswürdigkeiten im Zentrum ist. Versorgung (Supermarkt/Restaurant) gibt es erst am Ende der Busfahrt und NICHT fussläufig. Der Platz ist einfach aber gepflegt, hat aber alles was man braucht. Und ist um ca. 15 GBP günstiger als z.B. Abbey Wood, da kein Club-Platz.
– Abbey Wood)
Hier alles wie von Axel beschrieben. Per Pedes und dann mit der Elisabeth-Line und zuletzt mit einer U-Bahn je nach Ziel in +-45 min. an den Sehenswürdigkeiten im Zentrum. Platz ist etwas schöner und etwas näher, dafür 15 GBP/Tag teuer, Versorgung (Supermarkt etc.) im Bereich des Bahnhofs.
– Als drittes gibt es noch den Chrystal Palace Club Campsite, ebenfalls vom C&MC. Nicht von uns getestet, lt. Google Maps ebenfalls ca. 45-60 min. mit dem ÖPNV von der City entfernt.
Online Buchung geht bei den Campings problemlos.

Den Besuch der Warner Studios können wir (auch NICHT-Harry-Potter-Fans/-Kennern) nur empfehlen. Absolutes Highlight. Ist mit dem WoMo gut zu erreichen, Parkplätze direkt vor der Tür (KEINE Übernachtung).

Bei westlicher Umfahrung Londons auf dem Ring gibt es, wie im Podcast erwähnt, Dartfort Crossing (je nach Richtung Tunnel oder Brücke). Hier wird eine Maut fällig (3 GBP für WoMo), kann innerhalb von 2 Tagen NACH Durchfahrt online unter Angabe des Kennzeichens entrichtet werden. Kein Problem, keine Voranmeldung möglich/erforderlich.

Die Nutzung des ÖPNV (TfL) ist wie beschrieben, recht problemlos. Als Erwachsener Nutzung einer Kreditkarte OHNE Voranmeldung bei TfL oder einer Oyster-App o.ä. möglich. Tageshöchstsatz aktuell bis Zone 4 (Camping) bei 11.70 GBP. Nur für Jugendliche (11-15) ist die Oyster Card zu empfehlen, da kann an entsprechenden Stationen ein Discount von 50% auf die Karte gebucht werden.

Bootstour (über TfL/Uber Boats) über die Themse durch die City geht auch prima von/bis Canary Wharf, hier treffen die Elizabeth-Line (von Abbey Wood) und die Themse aufeinander.

Was man sich in London anschaut ist ja Geschmackssache. Sky Garden ist für den Blick von oben zu empfehlen, da kostenlos, muss allerdings wie von Axel beschrieben, rechtzeitig vorgebucht werden. Hat bei uns geklappt.

Camping und Besuch Brighton ist auch zu empfehlen, Campingplatz war problemlos auch OHNE Vorbuchung nutzbar, online-Buchung aber problemlos auch noch kurz vorher möglich, um nicht vergeblich dort zu stehen. Tatsächlich kommt man auf die Club-Campings (gilt auch für London) erst ab 13 Uhr, ausser man stimmt vorher etwas anderes ab (laut Buchungsportal).

Nach Brighton kommt man prima mit dem Rad, zu empfehlen ist auch eine Tour vom Camping nach Osten, einmal am Wasser/Fuß der Klippen entlang und einmal auf den Klippen (beides Radweg).

Stehen am Beachy Head bzw. dem Restaurant dort auch ohne Voranmeldung und ohne Essen im Restaurant möglich, Essen kann ich aber empfehlen. In dem Zuge sollte man weiter westlich nicht nur (oder alternativ) Birling Gap ansteuern, sondern auch das Seven Sisters Visitor Center. Schöner Spaziergang/einfache Wanderung zum Strand am Fuß der Kreidefelsen «Seven Sisters». Beeindruckend.

Und das Örtchen Rye (zwischen Eastbourne und Folkestone/Dover) kann ich noch unbedingt empfehlen. Nennt sich selbst «The ancient town». Sehr schön, pittoresk, viele kleine Geschäfte und Lokale.

Das Thema ULEZ London und Reisepass gilt es unbedingt zu beachten (alles andere kann m.E. auch «spontan» erledigt werden (ausser ggf. Eintritt zu diversen Attraktionen, Harry Potter z.B. oder Sky Garden))

Patrick Becker-Tosch

Hallo ihr Lieben,
da wir gerade unsere 2 1/2 – wöchige Reise durch Südengland und Cornwall beendet haben,
möchten wir ein kleines Fazit ziehen und von unseren Erfahrungen berichten, die vielleicht für den ein oder anderen hilfreich sein könnten. Zur Einordnung: wir sind zu zweit mit einem teilintegrierten Wohnmobil (7,40 Länge) unterwegs gewesen. Hier unsere Erfahrungen und Tipps:

Fähre: frühes Buchen war nicht nötig – im Gegenteil, je später es wurde, desto günstiger, trotz Hauptsaison (Calais/Dover). Wir haben Hin- und Rückreise jeweils am Abend vorher gebucht.
Wir sind zum Sommer-Ferienbeginn der Engländer (Samstag) in Dover angekommen.
Die Autoschlange in Dover auf die Fähre Richtung Calais war kilometerlang, wir schätzen ca. 3 Stunden Wartezeit.
Auf unserer Rückreise nach Calais war es aber in Dover fast leer – der Stau hatte wohl etwas mit dem Ferienbeginn der Engländer zu tun.

Straßen: mit einem größeren Wohnmobil sollte man möglichst Straßen
vermeiden, die unter der B-Kategorie liegen. Hier kann es sehr eng
werden, tlw. ist die Straße nur so breit wie das Wohnmobil selbst, wobei
es keine Einbahnstraße ist. Hohe Hecken verhindern oft die Sicht.
Nicht immer gibt es Ausweichstellen.
Je mehr Stellen die Nummer hinter einer Straße hat, desto enger
ist die Straße. Eine B336 ist also kleiner als eine B36.
Wir haben Google Maps genutzt, aber man darf sich auf keinen Fall auf die Routenplanung verlassen.
Google Maps schickt einen manchmal durch die kleinsten verwinkelten Gassen. Unbedingt die Route
noch einmal checken und ggf. Zwischenpunkte setzen, um geeignete Straßen zu erzwingen.

Öffentlicher Nahverkehr: für ganz Cornwall gibt es ein Netzwerk (Transport for Cornwall).
Wir konnten über die entspr. App ein Tagesticket für eine Familie buchen für 10 Pfund (ca. 11,50 Euro),
mit dem man einen Tag lang in ganz Cornwall den öffentlichen Nahverkehr nutzen konnte.
Da uns viele Straßen mit dem Wohnmobil zu eng waren und es auch tlw. nur wenige Parkplätze gibt, war das
für uns eine perfekte Alternative.

Stellplätze: klassische Stellplätze mit Einrichtungen sind praktisch nicht vorhanden.
Manchmal kann man auf einfachen Wiesenplätzen ohne Einrichtungen (z.B. bei Tintagel)
oder auf Parkplätzen günstig übernachten.

Campingplätze: davon gibt es sehr viele. Sehr viele sind erstaunlicherweise
nicht auf park4night verzeichnet, so wie wir das aus anderen Ländern kennen.
Manche Plätze sind ausschließlich für Clubmitglieder zugänglich.
Die Preise sind tlw. recht hoch, wobei ein hoher Preis nicht immer mit hoher Qualität
korrelieren muss. Es gibt alles vom einfachen Wiesenplatz ohne Einrichtungen (5 Pfund pro Nacht)
bis zum top ausgestatteten Campingplatz (durchaus auch mal 50 Pfund pro Nacht).
Wir hatten gut ausgestattete Campingplätze für 13-19 Pfund die Nacht (ohne Strom)
und dann wieder gleichwertig ausgestattete für 37 Pfund die Nacht mit Strom.
Die Sanitär-Einrichtungen haben im Schnitt einen älteren Standard als in Deutschland.

Freistehen: offiziell nicht erlaubt. Aus unserer Erfahrung ist es kein Problem,
am Straßenrand oder auf einem kostenlosen Parkplatz (natürlich ohne Verbot für Wohnmobile)
zu übernachten. Es wird unserer Erfahrung nach wie in Deutschland geduldet, wenn man
kein Campingverhalten an den Tag legt.

Ver-/Entsorgung: Separate Ver- und Entsorgungs-Stellen wie z.B. in Frankreich haben wir nicht
gefunden. Aus unserer Erfahrung muss man dafür immer einen Campingplatz anfahren.

Fahrradfahren: aus unserer Sicht in Südengland schwierig, in Cornwall fast unmöglich.
Vor allem in Cornwall gibt es fast keine Fahrradwege. Man muss fast immer die
Straßen benutzen, die tlw. stark befahren sind und meist keinen Seitenstreifen haben.
Durch die hohen Hecken sind die Kurven oft schwer einsehbar, so dass uns das Fahrradfahren
in Cornwall zu gefährlich war (Ausnahme: von St. Ives nach St. Michaels Mount gibt es einen Fahrradweg).
Durch die zerklüftete Küste gibt es tlw. auch sehr starke Steigungen.

Bargeld: aus unserer Erfahrung unbedingt nötig. Manche einfachen Plätze kassieren die
Gebühr nur in bar. Waschmaschinen und Trockner funktionieren mit Münzen (1 Pfund-Stücke).

Eintritte: die Eintrittsgebühren für Sehenswürdigkeiten haben wir als sehr hoch empfunden.
Es gibt kaum Sehenswürdigkeiten, für die kein Eintritt verlangt wird.
Wir haben eine 1-Jahresmitgliedschaft für English Heritage abgeschlossen (ca. 108 Pfund).
Allein der Eintritt für Stonehenge schlägt für 2 Personen mit ca. 60 Pfund (ca. 70 Euro) + Parkgebühren zu Buche.

Lebensmittel und Restaurants: die Lebensmittelpreise sind etwas höher als in Deutschland.
Am günstigsten war es aus unserer Erfahrung nach in den deutschen Discountern Lidl und Aldi.
Auch die Restaurantpreise sind höher als in Deutschland. Eine einfache Pizza Margherita
beim Italiener kostet ca. 13-15 Euro. Eine Portion Fisch and Chips kostete zwischen 12-17 Euro.
Höherwertige Gerichte sind auch deutlich teurer als in Deutschland.
Besonders teuer ist Eis an der Eisdiele (ca. 3,50-4 Euro für die erste Kugel. Mit mehr Kugeln
wird es dann meist gestaffelt günstiger). Wein und Bier im Supermarkt sind relativ teuer.
Das Bier in der Kneipe kostet etwa so viel wie in Deutschland (4-6 Euro pro Pint).
Das englische Bier (Ale) ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Klassisch ohne zugesetzte Kohlensäure
und 10-12 Grad warm schmeckt es erstmal irgendwie “abgestanden”.

Die Engländer: wir haben selten so freundliche, hilfsbereite Menschen wie die Engländer kennengelernt.
Das fing schon bei der Zollkontrolle an der Fähre an.
Die Zollbeamtin hat uns gefragt, woher wir kommen und wohin wir möchten und uns dann noch Urlaubs- und
Restaurant-Tipps gegeben, trotz einer langen Autoschlange hinter uns – unglaublich.
Dasselbe im Straßenverkehr – es wird nicht gehupt oder gedrängelt, jeder ist umsichtig
und nimmt Rücksicht auf die anderen. Keiner reagiert genervt, wenn man mit dem Wohnmobil
mal ein Auto durchlassen muss und den Verkehr hinter einem blockiert.
Wir sind nur ein einziges Mal angehupt worden, und das
nur deshalb, weil uns der Fahrer darauf aufmerksam machen wollte, dass die Straße vor uns aktuell gesperrt ist.
Man wird immer nett angesprochen und kommt oft in ein nettes Gespräch.
Auch in Restaurants, Pubs, Supermärkten und Sehenswürdigkeiten sind alle immer super freundlich
und hilfsbereit.

Insgesamt ein tolles Erlebnis mit unglaublich schönen Landschaften und freundlichen Menschen – wir kommen gerne wieder.

    Axel

    Hallo Patrick, danke für deine ausführliche Schilderung, das klingt wirklich nach einem tollen Urlaub.

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