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Live vom Abgefahrn-en Podcasttreffen: Wie viel Digitalisierung verträgt das Campen?

hier gibt es eine Live-Folge von unserem Podcasttreffen in Hameln 2026.
Unsere anwesenden Hörerinnen und Hörer waren haben viele Inspirationen mit eingebracht.

Ganz ohne Skript und spontan haben wir uns gefragt:
Wie viel Digitalisierung verträgt das Campen eigentlich?
Wo ist Technik unterwegs echt praktisch und wann nervt sie einfach nur?

Holt euch ein Kaltgetränk und setzt euch virtuell zu uns in die Runde.

Viel Spaß beim Hören!
Euer Axel, Jan und Thomas ✌️

Zeltplatz AlphaOne:
https://www.zeltplatz-alphaone.de/

Link zur Episode für Eure Kommentare:
https://www.abgefahrn-podcast.de/live-vom-abgefahrn-en-podcasttreffen-wie-viel-digitalisierung-vertragt-das-campen/

1 Kommentar

Ralf der Fernwehchronist

Hallo liebes abgefahren-Team,
zunächst einmal: Euer Podcast ist wie ein guter Stellplatz am See – man freut sich jede Woche darauf und bleibt gern etwas länger. Diesmal habe ich mich nun doch dazu durchgerungen, selbst einmal in die Tasten zu hauen.
Zur Einordnung: Ich bin Jahrgang 1967 und gehöre damit zu der Generation, die mit VW-Bulli, Shell-Atlas und dem festen Glauben groß geworden ist, dass man sein Ziel auch ohne Satellitenbegleitung erreichen kann. Wir wurden analog sozialisiert – mit Papierkarten, die sich ungefähr so elegant zusammenfalten ließen wie ein Fallschirm nach einer Notlandung.
Köstlich amüsiert habe ich mich vor einigen Jahren, als mein Sohn mich fragte, was wir denn gemacht hätten, wenn das WLAN schlecht war. Meine Antwort: „Junge, wir waren unterwegs, als das Internet noch nicht einmal auf die Idee gekommen war, uns zu verfolgen!“
Damals reisten wir übrigens mit dem DCC-Campingführer. Während man beim ADAC zwei Bücher für Europa brauchte, steckte beim DCC der ganze Kontinent zwischen zwei Buchdeckeln. Ich möchte gar nicht in den Chor der „Früher-war-alles-besser“-Sänger einstimmen. Auch ich finde digitale Karten großartig.
Aber: Ich komme aus einer Zeit, in der man vor Ort Einheimische nach dem Weg gefragt hat. Und genau dort begann oft das eigentliche Abenteuer. Aus einer simplen Wegbeschreibung wurden nicht selten Begegnungen, die länger im Gedächtnis blieben als die Sehenswürdigkeiten selbst.
Einmal in Rom fragte ich einen Italiener nach dem Weg. Statt nur mit dem Finger in eine Richtung zu zeigen, eskortierte er mich kurzerhand mit seinem betagten Fiat Tipolino quer durch die Stadt bis vor mein Ziel. Anschließend saßen wir noch zwei Stunden in einem Café. Wir unterhielten uns ohne gemeinsame Sprache, ohne Übersetzer-App, dafür mit Händen, Füßen, Mimik und viel Gelächter. Es war eine dieser Begegnungen, die man nicht planen kann und nie vergisst.
Ähnlich ist es mit Selfies. Früher drückte man einem vorbeikommenden Menschen die Kamera in die Hand und hoffte auf ein Foto, auf dem nicht nur der eigene Daumen zu sehen war. Auch daraus ergaben sich oft nette Gespräche, kleine Anekdoten und manchmal sogar neue Bekanntschaften.
Mein Fazit: Die digitale Welt ist unglaublich praktisch. Sie navigiert uns zielsicher durch fremde Städte und bewahrt manche Ehe vor dem klassischen Streit über die richtige Ausfahrt. Aber unterwegs geht manchmal auch etwas verloren – diese kleinen Zufälle am Wegesrand, die spontanen Begegnungen und der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort.
Liebe Grüße
Ralf der Fernwehchronist

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